Staatl. Weiterbildungsförderung

Die Bundesrepublik Deutschland fördert, meist in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Sozialfonds (ESF) der EU, die Weiterbildung von Beschäftigen und selbstständigen Unternehmern. Die Förderungen sind von Bundesland zu Bundesland verschieden. Wir
möchten Ihnen an dieser Stelle einen Überblick geben, in welchen Ländern ein staatlicher Zuschuss zu den Lehrgangsgebühren beantragt werden kann.

Baden-Württemberg

 

  • für Beschäftigte und selbstständige Unternehmer mit Wohn- oder Unternehmenssitz in Baden-Württemberg

  • die Förderung ist einkommensunabhängig

  • die Höhe der Förderung richtet sich nach dem Alter des Teilnehmers zum Lehrgangsende:
    30% der Netto-Kursgebühr für Teilnehmer bis 49
    50% für Teilnehmer ab 50

  • Die Antragstellung und Abrechnung übernehmen wir für Sie. Sie müssen uns dazu lediglich zwei ausgefüllte und unterschriebene Dokumente zukommen lassen.
    Antragsformulare herunterladen

  • Informationen zum ESF in Baden-Württemberg

 

Logoreihe ESF BaWü

Brandenburg

 

  • für Beschäftigte und selbstständige Unternehmen mit Wohn- oder Unternehmenssitz in Brandenburg

  • die Förderung ist einkommensunabhängig

  • Förderfähig sind Ausgaben für Weiterbildungsmaßnahmen inklusive Prüfungsgebühren ab 1.000 € in Höhe von bis zu 50% der förderfähigen Gesamtausgaben. Der Zuschuss pro Antrag ist auf max. 3.000 € begrenzt
  • Die Antragstellung muss vom Teilnehmer übernommen werden. Die Auszahlung des Zuschusses erfolgt ebenfalls direkt an den Teilnehmer.

  • Die Mitarbeiter der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) helfen Ihnen bei der Beantwortung Ihrer Fragen. Ihre Ansprechpartner bei der ILB erreichen Sie über das Infotelefon Arbeit 0331/660-2200. Informationen zur Förderung sowie das Online-Antragsformular finden Sie unter diesem Link.

 

NRW
  • für Beschäftigte und selbstständige Unternehmen mit Wohn- oder Unternehmenssitz in Nordrhein-Westfalen

  • die Förderung ist einkommensabhängig; zu versteuerndes Jahreseinkommen von maximal 30.000 € (alleinstehend / einzeln veranlagter Ehepartner) bzw. 60.000 € bei gemeinsamer Veranlagung und zugehörigkeit zu einer der folgenden Gruppen
    • Zugewanderte bzw. Menschen mit Migrationshintergrund (selbst oder ein Elternteil aus dem Ausland zugewandert)
    • ältere Beschäftigte ab 50 Jahren
    • befristet Beschäftigte
    • Beschäftigte von Zeitarbeitsunternehmen
    • geringfügig Beschäftigte (450,- € Job)
    • Teilzeitbeschäftigte (bis zu 20 Wochenstunden tätig)
    • Berufsrückkehrende

  • gefördert werden 50% der Netto-Kursgebühr für Weiterbildungen ab 1.000 €. Die Förderhöchstgrenze liegt bei 500 €.

  • Der Teilnehmer muss bei der Beratungsstelle den Bildungsscheck NRW beantragen. Ihr zuzahlender Rechungsbetrag reduziert sich um die Fördersumme; die Abrechnung wird dann von uns übernommen.

  • Einen Online-Check, ob Sie die Förderung bei einer Beratungsstelle beantragen können finden Sie unter diesem Link

 

Sachsen
  • für Beschäftigte, Selbstständige und Unternehmen mit Sitz im Freistaat Sachsen

  • die Förderung ist einkommensabhängig; Arbeitnehmer und Beschäftigte mit einem monatlichen Gesamtbruttoeinkommen von mehr als 2.500 € bis 4.000 € können die Förderung nur dann in Anspruch nehmen, wenn das Beschäftigungsverhältnis befristet ist

  • Gefördert werden 50%-70% der Lehrgangskosten inkl. Prüfungsgebühren. Die Kosten der Weiterbildung (Seminargebühren zzgl. Prüfungsgebühren) müssen mindestens 1.000 € betragen

  • Die Antragstellung muss vom Teilnehmer übernommen werden. Die Auszahlung des Zuschusses erfolgt ebenfalls direkt an den Teilnehmer.

  • Informationen zur Weiterbildungsförderung für Beschäftigte
  • Informationen zur Weiterbildungsförderung für Selbstständige/Unternehmen

 

Sachsen-Anhalt
  • für Weiterbildungsvorhaben mit Gesamtkosten ab 1.000 € von ArbeitnehmerInnen mit Wohnsitz in Sachsen-Anhalt

  • Die Förderung ist einkommensabhängig; das durchschnittliche monatliche Bruttogehalt muss unter 4.575 € liegen

  • Die Höhe der Förderung richtet sich nach dem durchschnittlichen Monatseinkommen:
    • bis 90 % bei monatl. Bruttogehalt unter 1.500 Euro
    • bis 80 % für Personen aus einer der folgenden Gruppen:
      - Bruttogehalt unter 2.500 €,
      - Personen ab 45 Jahren,
      - befristet oder geringfügig Beschäftigte,
      - Teilzeitbeschäftigte unter 30 Stunden,
      - Leiharbeiterinnen und -arbeiter,
      - Berufsrückkehrende,
      - Alleinerziehende oder Arbeitslose ohne Leistungsbezug,
      - Menschen mit anerkanntem Grad einer Behinderung
    • bis 60 % für alle anderen Berechtigten

  • Die Antragstellung erfolgt durch den Teilnehmer bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt. Die Auszahlung erfolgt nach Beendigung des Lehrganges direkt an den Antragsteller.

  • Bei Fragen zum Programm oder zur Antragstellung steht Ihnen die kostenfreie Hotline 0800/56 007 57 zur Verfügung. Weitere Infos sowie den Förderantrag finden Sie auch unter unter diesem Link

 

Schleswig-Holstein
  • für Beschäftigte, Freiberufler, und Inhaber von Kleinstbetrieben in Schleswig-Holstein

  • die Förderung ist einkommensunabhängig

  • gefördert werden 50% der Netto-Kursgebühr für Weiterbildungen. Die Förderhöchstgrenze liegt bei 2.000 €. 

  • Die Antragstellung muss vom Teilnehmer übernommen werden. Die Auszahlung des Zuschusses erfolgt ebenfalls direkt an den Teilnehmer.

  • Informationen, Antragsunterlagen und ausführliche FAQs finden Sie unter diesem Link
Thüringen
  • für Beschäftigte, Freiberufler, und Inhaber von Kleinstbetrieben in Thüringen

  • die Förderung ist einkommensabhängig: das zu versteuernde Jahreseinkommen liegt zwischen 20.000 € und 40.000 € (bei gemeinsam Veranlagten zwischen 40.000 € und 80.000 €)

  • Die Förderhöchstgrenze liegt bei 1.000 €. Eine Förderung mit dem Weiterbildungsscheck ist alle zwei Kalenderjahre möglich.  

  • Die Antragstellung muss vom Teilnehmer übernommen werden. Die Auszahlung des Zuschusses erfolgt ebenfalls direkt an den Teilnehmer.

  • Informationen, Antragsunterlagen und ein Schnelltest über Ihre Förderfähigkeit finden Sie unter diesem Link
Bundesweit

Förderprogramm "Bildungsprämie"

  • Für Personen, die min. 15 Stunden/Woche erwerbstätig sind und deren jährlich zu versteuerndes Einkommen 20.000 € (40.000 € bei gemeinsam Veranlagten) nicht übersteigt.

  • Förderung über 50% der Butto-Kursgebühren, maximal 500 €.

  • Wichtig: Für Maßnahmen, die in den Bundesländern Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Saschsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein stattfinden, können Prämiengutscheine nur für Weiterbildungen mit Gebühren bis zu 1.000 € eingesetzt werden.
  • Weiterbildungsinteressierte können pro Kalenderjahr einen Prämiengutschein erhalten.

  • Der Teilnehmer muss bei der Beratungsstelle den Prämiengutschein beantragen. Ihr zuzahlender Rechungsbetrag reduziert sich um die Fördersumme; die Abrechnung wird dann von uns übernommen.

  • Nähere Informationen sowie die Beratungsstellen in Ihrer Nähe finden Sie unter diesem Link

 

 

 

 

Bitte beachten Sie die Bearbeitungszeit eines Förderantrages. In der Regel muss der Antrag sechs Wochen vor Beginn des Lehrganges eingereicht werden.

In den übrigen Bundesländer richten sich die Förderangebote zu großen Teilen an gering Qualifizierte. Sollten sich die entsprechenden Richtlinien geändert haben oder uns bei der Überprüfung ein Fehler unterlaufen sein, informieren Sie uns bitte. Wir prüfen den Sachverhalt dann gerne erneut und setzen uns mit der Förderstelle in Verbindung.

Trotz größtmöglicher Sorgfalt können wir keine Haftung übernehmen oder eine pauschale Aussage treffen, ob ein Teilnehmer förderfähig ist. Bitte nutzen Sie die angebenen Links oder Hotline-Nummern zur Klärung Ihrer persönlichen Förderung.