Zertifizierter Family Officer

Spezialisierungslehrgang zur qualifizierten Betreuung großer Vermögen

Einzigartiger Lehrgang zur Qualifizierung in einem anspruchsvollen Marktsegment. Systematische Wissensvermittlung mit Zertifikat!

Fachliche Leitung

Prof. Dr. Swen O. Bäuml

Steuerberater, Wirtschaftsjurist, Partner Of Counsel,
WTS Steuerberatungsgesellschaft mbH, Frankfurt/M

Kursinformationen

Kursorte und Termine

Beginn des nächsten Unterrichts: 14.09.2017

Frankfurt

FO 1
14.09 - 15.09.2017
FO 2
28.09 - 30.09.2017
FO 3
02.11 - 04.11.2017
FO 4
30.11 - 02.12.2017

Düsseldorf

FO 1
01.02 - 02.02.2018
FO 2
01.03 - 03.03.2018
FO 3
22.03 - 24.03.2018
FO 4
12.04 - 14.04.2018

Die genauen Anschriften der einzelnen Tagungshotels finden Sie hier

Kursunterlagen

Über Ihren Zugang zum passwortgeschützten Bereich der Homepage haben Sie jederzeit Zugriff auf die Seminarunterlagen. Diese stehen zum Download zur Verfügung und bestehen aus:

 

  • Von den Dozenten erarbeitete Skripte mit Beispielen und Übersichten
  • Übungsfälle und Fallstudien

 

Gebühr

€ 4.499,- (zzgl. MwSt.)

 
 
Die Gebühr schließt ein:
  • Arbeitsunterlagen (zum Download)
  • Teilnahme an den Leistungskontrollen
  • Pausengetränke und -snacks sowie Mittagessen
Hintergrund und Bedarf

Der aus dem angelsächsischen Raum stammende Begriff Family Office bezeichnet Organisationsformen und Dienstleistungen, die sich mit der Verwaltung privater Großvermögen befassen.

 

Begrifflich unterscheidet man sogenannte „Single Family Offices“, die sich der Verwaltung und Betreuung des Vermögens einer einzigen Familie widmen und sogenannte „Multi Family Offices“, die zwei oder mehr Familienvermögen betreuen. Als Organisationsformen stehen dabei entweder familieneigene Gesellschaften zur Verfügung, in denen das Familienvermögen gebündelt wird, oder Gesellschaften bzw. Abteilungen von Banken bzw. Vermögensverwaltern, die insbesondere Finanzdienstleistungen für diese Kundengruppe erbringen.

 

Das Family Office ist hinsichtlich seiner strategischen Beratung der Familie bzw. des Vermögensinhabers ganzheitlich orientiert und daher in der Lage, Beratungs-, Kontroll- und Steuerungsfunktionen wahrzunehmen. Grundlage ist regelmäßig eine langfristig ausgerichtete generationsübergreifende Anlage- und Verwaltungsstrategie und im Bedarfsfalle auch eine Familienstrategie und Nachfolgeplanung.

 

Der Begriff „Family Office“ ist nicht wissenschaftlich und abschließend definiert und auch nicht durch verbindliche Standards, Regulierungen (Markenrechte etc.) o. ä. geschützt. Auch ein Blick auf die Entstehungsgeschichte heutiger Family Offices zeigt deren Vielschichtigkeit.

 

Neben der „klassischen“ und weit verbreiteten Entstehung aus den Holdinggesellschaften von Familienunternehmen, die aus den Rechts- und Steuerabteilungen, dem Treasury und anderen Sparten heraus die Inhaberfamilie betreuen, gibt es auch zahlreiche zum Teil seit Jahrzehnten erfolgreiche Single- und Multi-Family Offices, bei den zu einem Zeitpunkt in der Vergangenheit die organisatorische Trennung vom Familienunternehmen erfolgte. Als Ausgründungen von Bankmitarbeitern im Private Wealth Management sind häufig die sogenannten unabhängigen Multi-Family Offices entstanden. Banknahe Family Offices sind ebenfalls am Markt erfolgreich.

 

In den vergangenen 8-10 Jahren wurden zahlreiche „Family Offices“ neu gegründet. Geht man den Einflussfaktoren nach, ist zunächst festzustellen, dass die (liquiden) Vermögen der Deutschen und auch der Österreicher und Schweizer – statistisch belegbar – in den letzten Jahrzehnten stetig gewachsen sind. Zugleich gehen eine Vielzahl der Vermögensinhaber den Generationswechsel bewusster und aktiver an, als dies noch in der Vorgeneration der Fall und üblich war. Insbesondere zahlreiche unternehmerisch tätige Familien sind durch die grundlegenden Reformen der Steuergesetzgebung – v. a. der Erbschaftsteuerreformen 2009 und 2016 in Deutschland sowie den Wegfall der Erbschaftsteuer in Österreich und einigen Kantonen der Schweiz – aktiviert und sensibilisiert worden, Vermögen an die nächste Generation weiter zu geben.

 

Mithin treffen große Vermögen nunmehr häufig auf eine verhältnismäßig junge und im Generationsvergleich auch zahlenmäßig stärkere Erwerbergeneration („große Familien“), deren Internationalität, Individualität und persönlichen Lebensentwürfe regelmäßig nicht die Vermögensverwaltung für die Familie insgesamt oder die Führung des eigenen Familienunternehmens als Kernthema aufnehmen.

 

Zugleich ist in einem quasi „evolutionären Prozess“ festzustellen, dass die – zumindest in Europa verbreitetste Quelle familiären Reichtums – nämlich die unternehmerische Betätigung im Familienunternehmen (Industrie, Dienstleistungen etc.), im Generationenverlauf ergänzt und teilweise abgelöst wird. Im Zuge dieser generationenübergreifenden Diversifizierung treten regelmäßig neben die Beteiligung am Familienunternehmen weitere Unternehmensbeteiligungen und / oder Investments in Immobilien bzw. liquide Assets mit dem Ziel eines ausgewogenen Beteiligungsportfolios. Um Haftungs- und Insolvenzrisiken zu minimieren sowie um der internationalen Mobilität der Inhaberfamilie auch in Kapitalangelegenheiten Rechnung zu tragen, wird in der Regel außerhalb des Familienunternehmens ein Kapitalstock vorgehalten, der mit dem Ziel des Substanzerhalts und der nachhaltigen Mehrung angelegt ist. Das Mittel der Wahl sind hierbei häufig Investmentvehikel (Investmentfonds in Deutschland und Luxemburg), aber auch die weit verbreiteten Anlagestrukturierungen mit Personengesellschaften oder Stiftungen.

 

Unter anderem durch Erfahrungen der Finanzkrise 2008 wurde bei Inhabern großer Vermögen der Bedarf an (banken-) unabhängiger, neutraler Beratung und Betreuung hervorgerufen, die – frei von Eigen- oder Produktinteressen – beste Qualität und Service verbürgen. Nicht zuletzt befördert durch nämliche Finanz- und Bankenkrise ist in den letzten Jahren im Bereich der Vermögensverwaltung einschlägig geschultes und kompetentes Personal aus den Finanzinstituten in diesen Markt gelangt und bedient nun diesen Bedarf.

 

Es steht zu erwarten, dass dieses Wachstum im Bereich der Anbieter von „Family Office – Dienstleistungen“, die neben die etablierten Single- und Multi – Family Offices getreten sind, kurz- bis mittelfristig in einen Konsolidierungsprozess sowie einen Standardisierungs- und Qualitätssicherungsprozess mündet. Die Notwendigkeit, sich über nachweisbare (!) Qualitätsstandards zu definieren ist zudem ein Gebot der Good (Corporate) Governance.

 

Als erste Indizien für die Konsolidierungs- und Qualitätssicherungstendenzen können die Konzentrationsprozesse bei den banknahen Family Offices gewertet werden. In 2014 wurde der Verband unabhängiger Family Offices (VuFo) gegründet, der es sich angesichts eines undifferenzierten Anbietermarktes zur Aufgabe gemacht hat, die „Kultur eines interessenkonfliktfreien Family Offices zu fördern und zu schützen“. Auch ein im Springer-Gabler-Verlag 2016 erscheinendes Buch „Das Family Office – Ein Praxisleitfaden“ kann als weiteres Indiz gelten.

 

Mit einem (zertifizierten) Lehrgang „Betreuung großer Vermögen – Zertifizierter Family Officer“ vereinen die Fachseminare von Fürstenberg in diesem dynamischen Marktumfeld als erster und - soweit ersichtlich – einziger Anbieter in den DACHLI-Staaten Standardsetting und Qualitätssicherung und damit Absolventen ein Gütesiegel als Alleinstellungsmerkmal vermitteln.

Zielsetzung des Lehrgangs

Aufgrund der aus der Definition des Family Offices abgeleiteten ganzheitlichen strategischen Beratung der Familie / des Vermögensinhabers ergibt sich eine klassische „Querschnittsaufgabe“ für Family Offices.

 

Mitarbeiter und Leiter von Family Offices haben daher in der Regel unterschiedlichste fachliche Hintergründe (Banking, Tax, Legal etc.) und sollen gerade in ihrer multidisziplinären Zusammensetzung eine umfassende und erfolgreiche Betreuung der anvertrauten Vermögen und Familieninteressen sicherstellen. Der Lehrgang soll daher der Multidisziplinarität der Family Office – Praxis Rechnung tragen und damit auch für die gesamte Zielgruppe – gleich welchen Fachhintergrunds – ein attraktives Angebot (einen Mehrwert) vorsehen.

 

Zugleich soll der Lehrgang in dem eingangs beschriebenen heterogenen und dynamischen Marktumfeld eine gemeinsame Basis definieren helfen, was die Kernmerkmale und Kernkompetenzen eines „Family Officers“ bzw. eines Family Offices sind. Damit würde eine „Marke“ definiert und ein Gütesiegel für den Lehrgang sowie dessen erfolgreiche Absolventen etabliert.

 

Daraus folgen die Zielsetzungen des Lehrgangs

  • Vermittlung eines Gütesiegels als „Zertifizierter Family Officer“ als Beitrag zur Steigerung der Attraktivität im Wettbewerbsumfeld.
  • Homogenisierung der multidisziplinären Zielgruppe bzgl. gemeinsamer Prinzipien, fachlicher und persönlicher Kompetenzen sowie Best-Practise-Ansätzen als Beitrag zu Benchmarking und Qualitätssicherung in der Family Office Branche.
  • Interdisziplinäre Wissensvermittlung (Recht; Steuern; Investmentstrategie; Organisations-, Prozess- und Struktur-Know-How; Family Governance-, Nachfolge- und Führungskompetenz) als Beitrag zur Schaffung persönlichen Mehrwerts für Absolventen und Arbeitgeber sowie zur Steigerung der interdisziplinären Kommunikationsfähigkeit in und für Family Offices.
  • Ableitung von Compliance- und Risk-Management-Standards für Family Office-Strukturen, die wiederum in Best-Practise-Ansätzen münden und Haftungsrisiken sowie Auswahlverschulden für Arbeitgeber und die Zielgruppe vermeiden helfen.
  • Strikte Ausrichtung am Wissensbedarf in der Praxis der Family Offices und deren Mitarbeiter (keine „Verwissenschaftlichung“).

Ein Family Office verfolgt in der Regel den Ansatz, die „beste“ Betreuung ihrer Kunden zu leisten. Dies entspricht auch der Erwartung der Klienten, wollen diese doch qualitativ hochwertiger, objektiver, neutraler und individueller betreut werden als in den Private Wealth-Abteilungen von Bank- und Finanzinstituten.

 

Als Mitarbeiter im Family Office – Segment erfordert dies u. a. den Nachweis fachlicher Qualität (vergleichbar mit den „Besten am Markt“), persönlicher Integrität (Wertekanon) und Neutralität (Unabhängigkeit). Entsprechendes gilt für das Family Office selbst.

 

Um diesem Anspruchs- und Wertekanon gerecht zu werden und die Erwartung der potenziellen Teilnehmer und deren Arbeitgeber zu spiegeln, soll der Lehrgang nachstehende Voraussetzungen erfüllen:

  • Exzellenz der Lehre durch renommierte Praktiker (mit wissenschaftlichem Anspruch und / oder hohem Erfahrungshintergrund)
  • Praxisnähe und Praxisrelevanz der Lehrinhalte
  • Zeitliche Kompatibilität mit dem Berufsalltag (nebenberuflich, modular)
  • Qualitätssicherung durch Zertifizierung und durch Studiengangsleitung / Dozenten
  • Unabhängigkeit und Neutralität
Zertifizierung

Qualtitätssicherung und Standardsetting sollen durch einen renommierten Zertifizierer gewährleistet werden. Die Modalitäten der Zertifizierung befinden sich derzeit noch in Absprache und werden in Kürze hier publiziert.

 

Ihre Vorteile
  • erfahrenes Dozententeam
  • anwendungsorientierte Wissenvermittlung
  • 6-monatiger kostenloser Datenbankzugriff
  • Qualitätskontrolle durch Akkreditierung und Zertifizierung (in Vorbereitung)
  • Für FA Steuerrecht: inkl. Zertifikat nach § 15 FAO
Zielgruppe
  • (Leitende) Mitarbeiter von Family Offices
  • (Leitende) Mitarbeiter von Familienholdings
  • Mitarbeiter von unabhängigen Vermögensverwaltern
  • Mitarbeiter von banknahen Family Offices / Private Wealth Management
  • Rechts- und Steuerberater im Bereich Private Clients / Private Wealth / Family Offices
  • Vermögensträger / -inhaber in Vorbereitung auf Funktionsverantwortung

FAQ

Die Antworten auf die uns am häufigsten gestellten Fragen haben wir hier für Sie zusammengetragen. Frequently asked Questions